Wieder was gelernt Entspannt Corona den Wohnungsmarkt?

von Robert Heimhuber
17.04.2020

Die Corona-Krise trifft die Tourismusbranche weltweit besonders hart. Weil kaum jemand reisen darf, sind nicht nur Hotels und Pensionen dicht, auch viele Ferienwohnungen stehen leer – und manche davon landen deshalb wieder auf dem regulären Mietmarkt. Hat die Krise über Umwege also einen positiven Effekt auf die angespannte Mietsituation besonders in den großen Städten?

Darum geht es in dieser Folge von “Wieder was gelernt”. Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Wer in Städten wie London oder Dublin eine Wohnung sucht, braucht Geduld und meistens viel Geld. Wohnraum ist hier teuer und knapp. Knapp vor allem, weil viele Vermieter ihre Wohnungen lieber an Touristen vermieten. Mit Ferienwohnungen lässt sich nämlich noch mehr Geld verdienen als mit regulären Monatsmieten. Weil Touristen jetzt aber ausbleiben, landen viele dieser Ferienwohnungen nun doch auf dem regulären Mietmarkt.

In London, wo neben vielen Gästezimmern geschätzt fast 50.000 Wohnungen über das Portal Airbnb vermietet werden, war die Zahl der freien Wohnungen Mitte März im Vergleich zum Vorjahr fast doppelt so hoch. Das hat die Immobilienplattform Rightmove ermittelt. Besonders auffällig: Viele der neuen Angebote liegen in Touristen-Hotspots, werden möbliert vermietet und oft nur für ein paar Wochen oder Monate. Eine ähnliche Entwicklung, schreibt das Portal “Wired”, gibt es auch in anderen britischen Städten, in Irlands Hauptstadt Dublin oder in Spanien in Madrid und Barcelona. In Deutschland ist der Effekt inzwischen auch spürbar, sagt Thomas Schroeter vom Portal ImmoScout24.

“Seit zwei Wochen sehen wir, dass vermehrt Wohnungen auf Zeit angeboten werden. Wir sehen ein Plus von knapp 30 Prozent in dieser Kategorie vor allem in München, Berlin und Düsseldorf. Und wir sehen, dass die Angebote verstärkt im Zentrum sind, in Berlin etwa in Mitte oder Prenzlauer Berg. Wir wissen natürlich nicht, was das vorher für Wohnungen waren, aber wir können annehmen und vermuten, dass es Ferienwohnungen waren.”

Ganz so stark wie in anderen Ländern wird der Corona-Effekt hier aber nicht sein. Der Mietmarkt ist hier nämlich stärker reguliert und in Deutschland gibt es weniger Angebote auf Portalen wie Airbnb als etwa in Großbritannien und Irland, erklärt Cai-Nicolas Ziegler von Immowelt:

“Airbnb ist in Deutschland nicht so stark vertreten wie beispielsweise in Großbritannien oder Irland. In Berlin gibt es bei Airbnb knapp 13 000 Objekte, davon werden aber nur knapp 2600 langfristig vermietet, die damit auch dem Mietmarkt fehlen. Das ist, gemessen an den 1,8 Millionen Wohneinheiten in Berlin, immer noch nur geringfügig mehr als 0,1 Prozent des Marktes.”

 

Quelle: https://www.n-tv.de

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